Allgemein

Promillegrenzen für Autofahrer

Bei auffälliger Fahrweise kann schon ab 0,3 Promille von einer relativen Fahruntüchtigkeit ausgegangen werden, die auch mit strafrechtlichen Konsequenzen einhergehen kann.

Bei einem Wert zwischen 0,5 und 1,09 Promille liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Bei Wiederholungstätern erhöhen sich die Strafen. In jedem Fall folgen Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot.

Absolute Fahruntüchtigkeit liegt bereits ab 1,1 Promille vor. Hierbei erfolgt eine strafrechtlichen Verfolgung. Ab diesem Wert muss mit Bußgeld, Punkten in Flensburg, Führerscheinentzug und gegebenfalls mit einer Freiheitsstrafe gerechnet werden.

Wenn der Promillewert über 1,6 Promille liegt, erfolgt zusätzlich die Vorladung zur MPU, die jedoch bei Wiederholungstätern bereits deutlich früher erfolgen kann.

Quelle: Kenn dein Limit

Allgemein, Drogen-MPU

Kennen Sie die Einstufung der Cannabis-Konsumformen?

Wie häufig haben Sie Cannabis konsumiert? Auf diese Frage sollten Sie eine eindeutige Antwort in Ihrer MPU geben können.

Anhand Ihres bisherigen Konsumverhaltens wird nicht nur der Zeitraum der Abstinenznachweise erörtert, sondern für den Gutachter wird dadurch auch ersichtlich, um welche Konsumform es sich bei Ihnen handelt.

Die Konsumformen für Cannabis ergeben sich aus dem THC-Cooh-Wert. Dieser kann beispielsweise durch Blutproben ermittelt werden.

Als Faustregel gilt:

THC-Cooh-WertKonsumform
Weniger als 5 ng/mlEinmaliger Konsum, Verdacht auf gelegentlichen Konsum
Weniger als 5 ng/ml + THC positivGelegentlicher Konsum
5 bis 150/75 ng/mlErheblicher Konsum
Mehr als 150/75 ng/mlRegelmäßiger Konsum
Alkohol-MPU, Allgemein

Wissen Sie auf Anhieb, wie schnell Ihr Körper Alkohol abbaut?

Auf diese und ähnliche Fragen sollten Sie für Ihre MPU vorbereitet sein.
Für den Gutachter ist es wichtig zu sehen, dass Sie sich mit Ihrem Konsum, Ihrem Konsumverhalten, aber auch mit der eingenommenen Substanz, in diesem Fall Alkohol, auseinandergesetzt haben.

Als Faustregel lässt sich sagen, dass der Körper (pro kg Körpergewicht) ca. 0,1g Alkohol und damit ca. 0,13 Promille pro Stunde abbaut.

Bei einem 80kg schweren Mann entspricht dies ungefähr der in einem 0,2l Glas Bier enthaltenen Alkoholmenge. Frauen sind an dieser Stelle im Nachteil, weil sich bei ihnen und bei gleichem Getränk die Promillezahl etwa 20% schneller auf und rund 15% langsamer als bei Männern abbaut.
(Quelle TÜV Süd)

Allgemein

Die 5 häufigsten Fehler beim Bestehen der MPU

Lügen. Wenn Sie der Gutachter fragt, wie es zu der Trunkenheitsfahrt, dem Fahren im berauschten Zustand oder der Raserei gekommen ist, gewinnen Sie nicht an Vertrauen, indem Sie sich auf Gedächtnislücken berufen oder fragwürdige Geschichten erzählen. Für das Wiedererteilen der Fahrerlaubnis ist es wichtig, dass Sie sich grundsätzlich mit Ihrem Vergehen auseinandergesetzt haben.

“Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts“. Sie können gar nichts für das Vorgefallene? Sie wurden provoziert oder ihre Freunde haben Sie überredet noch ein Bierchen zu trinken? Das wird Sie in Ihrer MPU nicht retten. Sie sollen für Ihr Verhalten die Verantwortung übernehmen und da bringen sie Schuldzuweisungen nicht weiter. Was würden Sie in Zukunft anders machen? Diese Frage müssen Sie überzeugend beantworten können.

Verschönern. So schnell waren Sie doch eigentlich gar nicht unterwegs? Sie hatten Pech, erwischt worden zu sein und es wäre sowieso nichts passiert? Mit diesen und ähnlichen Antworten überzeugen den Gutachter leider nicht von Ihrer Fahrtüchtigkeit. Versuchen Sie nicht, ihrem Gegenüber das Geschehene schön zu reden. Sie haben keinen Führerschein mehr – das ist der Fakt. Setzen Sie sich realistisch und ehrlich mit Ihrem Handeln auseinander.

„Nochmal passiert mir das nicht“. Dieser Satz stellt leider nicht Ihre Rettung zum Wiedererhalt Ihres geliebten Führerscheins dar. Was macht Sie denn so sicher in Ihrer Aussage? Wie haben Sie Ihr Verhalten verändert, um diesen Worten Rechenschaft leisten zu können? Mit pauschalisierten Erklärungen kriegen Sie den Gutachter nicht auf Ihre Seite. Selbstreflexion ist an dieser Stelle das Schlüsselwort.

Uneinsichtigkeit. Sie finden das Prozedere unfair und wollen doch einfach nur bestehen? Das können Sie zwar denken – aussprechen sollten Sie es jedoch nicht. Versetzen Sie sich in die Lage des Gutachters. Sie müssen ihm verständlich machen, warum sie es verdienen, wieder Auto zu fahren und warum Sie keine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen. Solange Sie diese Fragen nicht kompetent beantworten können, wird es schwer für Sie.

Drogen-MPU

Heldengeschichte #6: Leo aus Berlin

Work-Life-Balance dank Polizeikontrolle

„Die Abstinenz war entgegen meiner Erwartungen herausfordernder als zu Beginn erwartet. Jedoch habe ich sie mit Disziplin und Willen umgesetzt. Ich habe mich dazu entschieden, für meine Familie meinen Lebensstil zu überdenken und zu verändern. Hierfür habe ich bestimmte Verhaltensweisen angepasst und lebe nun gesünder. Meiner Arbeit kann ich seitdem noch fokussierter nachgehen und sogar für meine Sporteinheiten bleibt mehr Zeit.“

– Leo, Berlin

Alkohol-MPU

Heldengeschichte #3: Peter aus Potsdam

Die verhängnisvolle Grillparty

„Ich habe am Samstagabend mit meiner Frau und meinen Schwiegereltern einen gemütlichen Grillabend verbracht. Am späten Abend hat meine Frau mich gebeten, meine Schwiegereltern kurz nach Hause zu fahren, weil kein Taxi mehr kam. Ich habe mich gut gefühlt und habe mir aufgrund der Kürze der Strecke nichts dabei gedacht. Die letzten Male verliefen problemlos. Auf dem Rückweg hat mich unerwartet die Polizei angehalten und ich musste einen Alkohol-Test machen. Dieser hat leider zum wiederholten Mal 0,6 Promille vorgewiesen und ich musste mein Fahrzeug stehen lassen und nach Hause laufen. Meinen Führerschein habe ich für 12 Monate abgeben müssen. Ohne Führerschein haben sich ganz neue Probleme im Alltag aufgetan. Meine Frau fährt selbst kein Auto und wir mussten unsere Einkäufe, Arztbesuche etc. ohne Auto erledigen. Beruflich bin ich stark auf meinen Führerschein angewiesen und musste von Kollegen zu Kundenterminen gefahren werden. Mein Anwalt konnte aufgrund meiner guten Vorbereitung bei den MPU-Helden eine Sperrfrist Verkürzung um 3 Monate durchsetzen. Die beiden Beraterinnen von MPU-Helden haben mich kompetent und sicher für die MPU beim Gutachter vorbereitet.“

– Peter, Potsdam

Drogen-MPU

Heldengeschichte 4#: Paul aus Berlin

Die Kiffer-WG

„Das gemeinsame Kiffen in der WG hat zu unserem Alltag dazugehört. Wir haben es nicht in Frage gestellt. Nachdem mich die Polizei erwischt hat und mir bewusst wurde, welche Folgen mein Fahren im berauschten Zustand hätte haben können, war ich schockiert über mich selbst. Ich möchte keine anderen Menschen durch mein Verhalten gefährden und darum musste sich etwas ändern. Ich habe das Joggen für mich entdeckt und freue mich, heute auch eine ordentliche Kondition aufgebaut zu haben. Mit verschiedenen Methoden habe ich Stück für Stück mein Verhalten überdacht und einen Veränderungsprozess in Gang gesetzt. Die MPU-Helden standen mir mit Rat und Tat zur Seite.“

– Paul, Berlin

Drogen-MPU

Heldengeschichte #5: Lisa aus Ulm

Kiffen als Trennungspflaster

„Die Trennung von meinem Ex-Freund hat mich vollkommen aus der Bahn geworfen. Ich wusste nicht wohin mit mir und der einzige Ausweg, den ich gesehen habe, war das Kiffen. Nicht häufig, aber doch in regelmäßigen Abständen, wenn es mir schlecht ging. Zu der damaligen Zeit hatte ich ein Problem damit, über meine Gefühle zu sprechen und das Kiffen hat mir den Druck genommen. Heute weiß ich jedoch, dass dies nicht der richtige Weg ist, sondern das ich mich Personen in meinem Umfeld anvertrauen kann. Dank der MPU-Helden habe ich nicht nur meinen Führerschein, sondern auch mein Selbstbewusstsein zurückgewonnen. Aufgrund des Online-Kurses spielte auch die räumliche Distanz keine Rolle. Ich danke euch für eure heldenhafte Unterstützung und habe euch auch schon in meinem Freundeskreis empfohlen.“

– Lisa, Ulm